„Begeisterung und Schmunzeln im Publikum“

Zeitwerte: Jugendprogramme stellten sich vor – Abschlussveranstaltung im Kulturhaus Plessa begeisterte die Besucher

Bericht von Tina Ducke

Zahlreiche Eltern, Projektteilnehmer und interessierte Gäste fanden sich am 11.10.2014 im Kulturhaus Plessa ein um der Abschlusspräsentation der Jugendgruppen aus dem Amt Plessa, der Stadt Elsterwerda, dem Amt Schradenland und der Gemeinde Röderland beizuwohnen. Mit viel Liebe zum Detail stellten die Jugendgruppen ihre Ergebnisse vor, welche im Rahmen der Jugendprojekte „Brandenburg – Das bist du uns wert!“ und „Zeitensprünge“ entstanden.

Gefördert wurden die Projekte von der Stiftung Demokratische Jugend. Fachliche Begleitung erhielten die Projektgruppen zusätzlich durch den Landesjugendring und vor Ort durch ihre Jugendkoordinatorinnen Marina Weber, Steffi Schuster, Stephanie Brehm, Tina Ducke sowie dem Medienpädagogen René Schöne. In gemeinsamer Zusammenarbeit halfen sie dabei die Ergebnisse in einer öffentlichen Veranstaltung publikumswirksam zu präsentieren.

Zur Einstimmung auf das Thema und zum Kennenlernen durften die Projektgruppen nach dem Eintreffen noch einige kleine Aktionen vor Ort umsetzen, während sich Eltern und Besucher die kleine Ausstellung zu den Projekten in Form von Wandaufstellern mit Foto- und Projektablaufdokumentation anschauten. Unter dem Motto: „Nehmen Sie sich etwas Glück“ wurde die Marktplatzaktion in Elsterwerda („Elke geht hin – Frank hat Bedenken“) der Gruppe „Wir die Generation von Morgen“ mit Original-Requisiten nachempfunden.

Die Veranstaltung wurde durch ein junges Moderatoren-Team aus dem Amt Schradenland eröffnet. Frau Heller aus dem Amt Plessa bedankte sich in ihrer Ansprache bei den Jugendkoordinatoren für deren Engagement und hob die generationalen Verantwortlichkeiten und Vorbildfunktionen aller Gemeinschaftsmitglieder in Bezug auf die Identitäts- und Charakterfindung junger Menschen hervor, die mit Wertebildung einhergehen.

Im Anschluss daran stellte sich die Jugendgruppe „Wir – Die Generation von Morgen“ der Goethe Grundschule Hohenleipisch vor, die sich seit April 2014 intensiv mit dem Thema „Werte 2.0“ beschäftigte und sich bereits zweimal auf den Weg nach Potsdam gemacht hatte um das nötige Rüstzeug für die Aktionen vor Ort zu erhalten. In Potsdam wurden die Projektteilnehmer nicht nur auf die Thematik eingestimmt und erhielten die Möglichkeit den Landtag zu besichtigen, sondern ebenso Einblicke in die Macharten des Filmdrehs. Tipps und Kniffe sowie die Unterstützung eines erfahrenen Filmregisseurs mündeten in zwei Kurzfilmen zum Thema Respekt und Vertrauen, in denen die Laiendarsteller überaus überzeugend schauspielerisch tätig wurden und Alltagssituationen mit tiefgründigen Inhalten treffend darstellten. Diese Kurzfilme wurden im Kulturhaus Plessa präsentiert, genauso wie eine Filmdokumentation, welche in Zusammenarbeit mit dem lokalen Elbe-Elster-Fernsehen über den Projektverlauf entstand, darunter Auszüge aus den mit Lokalpolitikern geführten Interviews zum Thema Werte. Im Dokumentationsbeitrag wurde die Marktplatzaktion samt Objektflashmob in Elsterwerda nochmals zusammengefasst und visuell greifbar, bei der auch der Landrat Herr Heinrich-Jaschinski zu gegen war um sich den Fragen der jungen Menschen zu stellen.

Nach dieser eindringlichen Projektpräsentation stellten die Jugendgruppen aus dem Amt Schradenland und der Gemeinde Röderland ihre ebenso beeindruckenden Projekte vor. Im Rahmen des Projektes „Zeitensprünge“ beschäftigten sich die Jugendlichen mit „Geschichten zwischen den Grenzsteinen“ in Anlehnung an die Landesausstellung „Preußen küsst Sachsen“ nicht nur mit Mythen und Sagen in ihrer Heimat, sondern auch mit den historischen Grenzverschiebungen zwischen Sachsen und Preußen im Laufe der Geschichte. Entstanden ist ein Brettspiel, dass die jungen Menschen gemeinsam entwarfen und dessen Spielfiguren kleine Grenzsteine sind, die im Spielverlauf auf den verschiedenen Spielfeldern verbliebene Geheimnisse in der Region lüften. Auch diese Projektgruppen nahmen an Workshops in Potsdam teil und setzten sich daraufhin intensiv mit den Sagen und Mythen in ihrer Region auseinander. In Zusammenarbeit mit René Schöne, Medienpädagoge des Kreisjugendringes, wurden zwei Märchenfilme gedreht. Die Geschichten bestochen durch ihre Detailgetreue, Authentizität und Mühe der jungen Laienschauspieler. Mit eingebauten Spezial-Effekten wirkten die Kurzfilme noch origineller.

Die Abschlussveranstaltung im Kulturhaus Plessa sorgte für Begeisterung und Schmunzeln im Publikum. Am Ende fanden sich alle noch einmal vor dem Kulturhaus Plessa ein – Eltern, Lokalpolitiker, Akteure und Projektteilnehmer – um gemeinsam weiße Luftballons samt bedeutsamen Werten steigen zu lassen. Denn: „Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen und gelten zu lassen, muss man einen eigenen haben“ (Zitat nach Arthur Schopenhauer).

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